Christian Almer weiß, worauf es bei Lauf- und Radtechnik wirklich ankommt – und warum individuelle Betreuung dabei so wichtig ist. © Lunghammer


Ambitionierte Triathlet:innen, Läufer:innen und Radsportler:innen wissen: Trainingserfolg ist auch ganz eng damit verbunden, wie sich der Körper bewegt – also ob die Körperhaltung für effiziente Bewegungen sorgt. Haltungsfehler können hingegen sogar langfristig zu Problemen führen.

Gerade im Ausdauersport können kleine technische Schwächen oder ungünstige Bewegungsmuster über Monate hinweg zu Leistungsverlust, Überlastungen oder Verletzungen führen. Christian Almer, Leiter des „Performance Lab“ von SPORTmedGRAZ, weiß, worauf es bei Lauf- und Radtechnik wirklich ankommt – und warum individuelle Betreuung dabei so wichtig ist.

Viele Sportler:innen haben ein gutes Körpergefühl. Doch nicht alles, was sich „normal“ anfühlt, ist auch effizient oder langfristig gesund. Besonders bei der Lauftechnik oder der Sitzposition am Rad braucht es oft den geschulten Blick von außen. Und vor allem: den professionellen Blick. „Bei einer Laufstilanalyse werden alle Bewegungsabläufe genau betrachtet und gezielt optimiert“, sagt Almer. Auch beim Radfahren sollten Radsportler:innen und auch Triathlet:innen ihre Position regelmäßig überprüfen lassen, um Leistungspotenzial bestmöglich auszuschöpfen.

Laufen: Effizienz beginnt bei der Bewegung

Laufen gilt als natürliche Bewegung – und trotzdem entwickeln sich durch Alltag, Ermüdung oder einseitiges Training oft Muster, die die Laufökonomie verschlechtern. Gerade wer viele Trainingsstunden absolviert, sollte darauf achten, dass jeder Schritt möglichst effizient bleibt.

Typische Auffälligkeiten sind:

  • Fehlende Hüftstreckung: Kann Knie, Waden und Achillessehne stärker belasten.
  • Instabile Oberkörperhaltung: Führt zu unnötigem Energieverlust.
  • Ungünstiger Fußaufsatz: Kann Überlastungsbeschwerden wie Schienbeinkantensyndrom oder Achillessehnenprobleme begünstigen.
  • Zu geringe Rumpfstabilität: Beeinträchtigt die Kraftübertragung und Laufökonomie.

Eine saubere Lauftechnik reduziert nicht nur das Verletzungsrisiko. Sie hilft auch dabei, Energie zu sparen – ein entscheidender Vorteil, wenn im Wettkampf nach Schwimmen und Radfahren noch die Laufstrecke wartet. Bei sportmotorischen Tests steht deshalb nicht nur die Ausdauerleistung im Fokus, sondern der gesamte Bewegungsapparat, betonen die Expert:innen im „Performance Lab“, die zahlreiche Leistungssportler:innen auch langfristig während des Trainings und der Wettkampfsaison begleiten.

Radfahren: Die richtige Position bringt mehr Kraft aufs Pedal

Auch am Rad entscheidet die Körperposition darüber, wie effizient Kraft übertragen wird. Gerade im Triathlon ist die Herausforderung besonders groß: Die Sitzposition soll aerodynamisch sein, gleichzeitig aber stabil, komfortabel und langfristig belastbar bleiben. Im „Performance Lab“ kann man diverse Tests daher auch gleich mit dem eigenen Rad absolvieren, mehr Infos gibt es unter diesem Link.

Häufige Probleme sind:

  • Rundrücken oder überstreckte Wirbelsäule: Kann Lendenwirbelsäule, Schultern und Nacken belasten.
  • Ungünstige Knieposition: Erhöht die Belastung auf Kniegelenke und Sehnenstrukturen.
  • Zu wenig Rumpfaktivierung: Reduziert die Kraftübertragung auf die Pedale.
  • Falsche Sattelhöhe oder Lenkerposition: Kann Beschwerden verursachen und die Performance limitieren.

Die optimale Sitzposition ist ein wichtiger Leistungsfaktor. Vor allem individuelle Betreuung mit dem professionellen Blick von außen macht hier den Unterschied, weil Körperbau, Beweglichkeit, Kraftniveau und sportliche Ziele von Athlet:in zu Athlet:in verschieden sind.

Bewegungsanalyse

Im „Performance Lab“ für Leistungssportler:innen und amitionierte Hobbysportler:innen in Graz werden moderne Technologien wie Videoanalysen, Laufbandanalysen und Sensorik eingesetzt, um Bewegungsabläufe präzise zu beurteilen. Dadurch lassen sich technische Schwächen sichtbar machen, die im Training oft unbemerkt bleiben.

„Wir haben im Performance Lab die Zeit und die technischen Möglichkeiten, um sehr genau hinzuschauen. Am Ende stehen maßgeschneiderte Empfehlungen“, erklärt Christian Almer. Diese Empfehlungen können einfache Technikhinweise betreffen, aber auch weitergehen, etwa wenn Krafttraining, Mobilitätsarbeit oder Stabilisationsübungen notwendig sind, um Dysbalancen auszugleichen.

„Wer regelmäßig an Technik, Haltung und Stabilität arbeitet, trainiert nicht nur effizienter, sondern schützt auch Gelenke, Sehnen und Muskulatur nachhaltig. Professionelle Betreuung hilft dabei, individuelle Schwachstellen frühzeitig zu erkennen und gezielt daran zu arbeiten“, weiß der Ultra-Triathlet aus eigener Erfahrung.

Sein Tipp ist die professionelle Bewegungsanalyse im „Performance Lab“ von SPORTmed-GRAZ, um mehr aus dem Training herauszuholen und die persönliche Performance zu steigern. Hier geht’s zur Terminvereinbarung.